Wissen & Hintergrund

Was ist Pflanzenkohle?

Pflanzenkohle wird durch thermische Karbonisierung (Pyrolyse) von Biomasse wie unbehandeltem Holz, Grünschnitt und anderer Restbiomasse hergestellt. Ihre poröse Struktur macht sie zu einem wahren Allrounder in Landwirtschaft, Industrie und Klimaschutz.

Boden & Landwirtschaft

Dank ihrer porösen Struktur besitzt Pflanzenkohle eine hohe Wasserspeicherkapazität und Adsorptionsfähigkeit für Nährstoffe. Sie verbessert die Bodenstruktur, erhöht die Wasserspeicherung und optimiert die Nährstoffaufnahme für Pflanzen.

Zudem wirkt sie als natürlicher Schutzschild gegen Schädlinge, was den Einsatz von chemischen Düngemitteln und Pestiziden reduzieren kann – für eine gesündere Umwelt.

Klimaschutz & CO₂

Ein entscheidender Faktor für den Klimaschutz: Etwa die Hälfte des Kohlenstoffs im Ausgangsmaterial bleibt in der Pflanzenkohle über lange Zeit stabil gebunden.

Statt als CO₂ in die Atmosphäre zu entweichen, wird der Kohlenstoff im Boden dauerhaft gespeichert (Carbon Sequestration). Das macht die O’Tarc® Technologie zu einem aktiven Beitrag gegen den Klimawandel.

Anwendung & Markt

Neben der Landwirtschaft (Bodenzusatz, Tierhaltung) wird Pflanzenkohle zunehmend zur Filterung von Wasser und Luft eingesetzt, um Schwermetalle und Schadstoffe zu entfernen. Auch Forschungen zur Boden-Dekontaminierung laufen vielversprechend.

Wachsender Markt Die globale Produktion stieg von ca. 1,5 Mio. Tonnen (2020) und wird bis 2027 voraussichtlich auf 3,3 Mio. Tonnen anwachsen.
(Quelle: MarketsandMarkets)