Technologie

O’Tarc® Pyrolyse-Brenntechnik

Stromlos. Sauber.
Als System gedacht.

Moderne Feuerstätten stehen vor einem Zielkonflikt: hohe Effizienz, niedrige Emissionen und gleichzeitig ein ruhiges, speicherfähiges Feuerbild. Die O’Tarc® Technologie wurde entwickelt, um diesen Zielkonflikt nicht über Elektronik, sondern über Verbrennungsphysik und konstruktive Luftführung zu lösen.

Analyse

Warum Emissionen in der Praxis entstehen.

Bei der Verbrennung von Holz oder Pellets entstehen zunächst brennbare Gase und Rauchbestandteile. Entscheidend ist, ob diese Gase in einer heißen, stabilen Flammenzone vollständig oxidieren. Genau dort entstehen in der Praxis Schwankungen – beim Start, bei wechselnder Brennstoffqualität oder wenn über Luftentzug „gedrosselt“ wird.

Wird die Nachverbrennung instabil, steigen CO- und Feinstaubanteile. Das Problem ist selten „zu wenig Luft“ oder „zu viel Luft“ – sondern die fehlende konstruktive Führung von Strömung, Mischung und Temperatur.

Konsequenz: Saubere Verbrennung ist weniger eine Frage der Bedienung, sondern vor allem eine Frage der physikalischen Auslegung.
Kerntechnologie

Physikalisch geführte Verbrennung.

Pyrolyse beschreibt die thermische Aufspaltung des Brennstoffs unter Hitze. Dabei entstehen brennbare Gase, die vollständig oxidiert werden müssen, um Emissionen zu minimieren. In klassischen Feuerstätten geschieht diese Nachverbrennung in der Praxis häufig unvollständig oder instabil.

Die O’Tarc® Brenntechnik trennt Brennstofffreisetzung und Gasverbrennung konstruktiv voneinander und führt die entstehenden Rauchgase gezielt in eine stabile, heiße Flammenzone. Die Verbrennung wird dadurch nicht „nachgeregelt“, sondern physikalisch geführt.

Prinzip Rauchgase werden nicht abgeführt – sie werden dort verbrannt, wo sie entstehen: in der Flamme.

Kontrollierte Gasfreisetzung

Brennstoff wird von oben nach unten thermisch aufgeschlossen. Die Gasbildung erfolgt gleichmäßig und temperaturgeführt.

Gezielte Luftführung

Definierte Luftpfade führen Sauerstoff und Rauchgase in einem stabilen Verhältnis in die Flammenzone – für reproduzierbare Nachverbrennung.

Stabile Hochtemperaturzone

Die Verbrennung bleibt ruhig, heiß und belastbar – auch bei schwankenden Bedingungen.

Grundofenprinzip

Der Grundofen als physikalisches System.

Ein Grundofen ist mehr als eine Feuerstätte – er ist ein thermisches System. In einer intensiven Abbrandphase wird Energie erzeugt und in einer massiven Speicherkonstruktion aufgenommen. Anschließend wird die Wärme über viele Stunden gleichmäßig an den Raum abgegeben.

Genau dieses Speicherprinzip macht den Grundofen besonders geeignet für moderne Gebäude: Er wirkt ruhig, langanhaltend und ohne dauerhafte Spitzenleistung. Entscheidend ist dabei, dass Verbrennung und Speicherung zusammen entwickelt werden – denn nur so bleibt die Verbrennung heiß, stabil und sauber.

Kerngedanke Ein Grundofen funktioniert dann am besten, wenn Verbrennung und Speichermasse als zusammenhängendes System ausgelegt werden.
Material & Speicher

Keramik für Strahlungswärme und Langzeitspeicherung.

Der Bremer Grundofen ist auf einen hohen Anteil Strahlungswärme ausgelegt: Die Speicherkonstruktion erwärmt vor allem Oberflächen und Personen statt primär die Luft – für ruhigeres Wärmeempfinden und weniger Staubzirkulation.

Als Speichermaterial kommt Keumalit® zum Einsatz: es ist auf hohe Temperaturen ausgelegt, bleibt formstabil und speichert Wärme langanhaltend für eine gleichmäßige Abgabe über Stunden.

Systemgedanke Speichermasse, Temperaturführung und Abgabe sind so abgestimmt, dass die Verbrennung stabil bleibt – und die Wärme danach leise und konstant im Raum ankommt.